Donnerstag, 15. August 2024

Der Große Brand 1689

 "...I seh en Haufe, en ganz große,

i glab als fascht des sin'd Franzose!
Awwer ihr derft ned schieße, wo denked ihr na,
wenn mir schieße, dann schieße die a...
...Un wo isch de Markgraf, der feige Grabb? 
Abghaue ischer! Drum Leit, haut liewer selber ab!..."*

(*Rede vom Stadtverteitiger Schilling an die Durlacher)

Bild gemeinfrei - *Text: E.Trüb 1978 - Ess

Murgtal statt Malle

 Murgtal statt Malle.

Waldseebad in Gaggenau:

Naturbad mit Bachwasser vom Schwarzwald, gereinigt durch verschiedene Teiche - mit sehr erfrischenden 19 Grad. Alles Bio, richtig super. Natürlich gibt's noch ein Normalschwimmbecken und diverse Massagepools, falls jemand verkrampft sein sollte, kann er sich etwas entspannen. Und noch was: "Also, Kinder plagt eure Eltern, geht mal hin, da ist echt was geboten: Sprungbecken mit Turm: 1erle -3erle und 5er, klar noch eine Spielwiese - Eis, Pommes sowieso... das versteht sich von selbst."

Sonntag, 21. Juli 2024

Sommerfrische?

 Smmerwochenende im Juli - Sommerfrische?

Sommerfrische
Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.
Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser.
Weil's wohltut, weil's frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.
Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen, als ein Grashüpferhupf.

Joachim Ringelnatz 1933 - Foto: Ess

Samstag, 29. Juni 2024

Fahrradservice

Prima Idee:

 

Vor der Karlsburg wurde vom ADAC zusammen mit dem Stadtamt eine Rad-Service-Station errichtet. Es ist eine tolle Reparatursäule - alles Wichtige ist vorhanden. Wenn's mal kleine Probleme geben sollte, können die Radler das Gefährt hochbocken und in bequemer Haltung wieder fit machen. Es gibt mittlerweile landesweit viele solcher Stationen, sie werden von einer sozialen Einrichtung hergestellt. Eine zweite Durlacher Reparatursäule steht oben auf dem Turmberg beim "Turmbergomat"- extra für die "Berg(Rad)sportler", falls mal wer zu heftig in Pedale steigt und dabei den Rahmen verbiegt, mehr dazu: HIER.

Donnerstag, 27. Juni 2024

Stau in Durlach: Lauter SUVs und Tesla Limousinen

 7.45 Uhr: Stau

Marstallstraße Richtung B3 zwischen "Traube Biergarten" und Eingang "Scheck-In-Center " ca 300m zähflüssig, teilweise Stillstand. Vorsicht schwere Limousinen üben auf dem ganzen Abschnitt unvermittelt den Spurwechsel und das Einparken mittels Vollbremsung. Davor, dazwischen und dahinter wuseln massig Kinder im Slalom über die Straße - Verzögerung bis zu 10 Minuten nicht ausgeschlossen. Rettungsgasse fehlt.

Es ist keine Satire - Ess

Mittwoch, 26. Juni 2024

Badische Revolution

175 Jahre her: "Gefecht" bei der Obermühle:

"Schlacht" bei Durlach - 1849

 

Badisches Wiegenlied

Schlaf', mein Kind, schlaf leis',
Dort draußen geht der Preuß',
Dein' Vater hat er umgebracht,
Dein' Mutter hat er arm gemacht,
Und wer nicht schläft in guter Ruh',
Dem drückt der Preuß' die Augen zu.
Der Preuß' hat eine blut'ge Hand,
Die streckt er übers badische Land,
Wir alle müssen stille sein
Als wie dein Vater unterm Stein.
Zu Rastatt auf der Schanz',
Da spielt er auf zum Tanz,
Da spielt er auf mit Pulver und Blei,
So macht er keine Badener frei.
Gott aber weiß, wie lang er geht,
Bis dass die Freiheit aufersteht,
Und wo dein Vater liegt, mein Schatz,
Da hat noch mancher Preuße Platz.
Schrei, mein Kindlein, schrei's:
Dort draußen liegt der Preuß!

Quelle: "Kleines dickes Liederbuch" (Badische Revolution 1848-49"), gemeinfrei,  Bild: Stadtarchiv - Fotos: Ess

Freitag, 21. Juni 2024

Samstag, 8. Juni 2024

Naturschauspiel

 

Vor der Berghütte beim Bachquell' mit tiefblauer Schwarzwaldkulisse flattert lustig der bunte "Admiral" über die Wiesen - grad wie bestellt. Welch' eine romantische Szenerie. Da stürzt sich doch urplötzlich wie aus dem Nichts eine gnadenlose Jägerin auf das ahnungslose Opfer. Der "Kampf ums Überleben"* zerstört die trügerische Idylle. Wie aus dem richtigen Leben gegriffen könnte man da fast schon sagen.

Naturerlebnis 6.9. vor der Kreuzlehütte-Foto Ess -*Ch. D

Mittwoch, 29. Mai 2024

Durlacher Bad

1972

Preise ohne Gewähr! Quelle: Werbeanzeige 1913

Postkarte 1910-Stadtarchiv-Es

Donnerstag, 18. April 2024

Bahnstreik in Durlach? Geht das?

 18. und 19. April:

Mit der Straßenbahn nach *Dorlach fahren ist trotzdem kein Problem - hier ein Tipp vom Tony.

Foto: Stadtarchiv: Eröffnung der Linie1 nach Durlach 1914 - Ess

Samstag, 6. April 2024

Jesses geht's schon wieder los

 6.April 2024

Geht's jetzt schon los?

Samstag, 30. März 2024

Die Fahrradstraße

Radler aufgepasst!

Das ist die neue Durlacher Fahrradstraße - sie führt hoch zur Hub. Auf diesen 400m darf sich der gestandene Radler austoben. Der hat dort endlich Vorrang. Also wenn's geht nebeneinander fahren, das ist ausdrücklich erwünscht. Und am besten mitten auf der Straße voll reinsteigen bis sich der Rahmen verbiegt und die Oberschenkel brennen (bei E-Bikern brennt halt der Akku). Die Hubstraße hat nämlich eine ziemliche Steigung, vielleicht 20% oder mehr, jedenfalls ist sie  hochprozentig profiliert, also besser Serpentinen fahren, die ganze Straßenbreite ausnutzen, so geht's leichter. Leider darf auch der Restverkehr drauf, deshalb Vorsicht vor militanten Autofahrern, aber bloß keinen vorbeilassen, auch keinen Porsche oder so, egal wer hupt, unbedingt hart bleiben, im Notfall den Konflikt mit abwertenden Gesten lösen - aber dabei Spaß haben.

Foto: Ess

Dienstag, 26. März 2024

Die Alte Bach

 Die *Alte Bach* - eine unbekannte, meist verborgene Durlacherin.

Der Durlacher Bach ist unter dem Namen „die allt bach“ erstmals 1535 urkundlich nachweisbar.

Die Alte Bach "entspringt" zwischen Grünwettersbach und der A8 unweit der Schule. Der Bach unterquert zunächst die Autobahn und verläuft durch die Hurenklamm in der Batzenhof-Golfanlage. Leider wird ihr dort oben Wasser entzogen, und in Hohenwettersbach hat man sie vollends eingedolt: nix da romantisches Dorfbächlein! Beim Ortsausgang erscheint sie als "Tiefentalgraben" und kämpft sich zum Rückhaltebecken beim Zündhütle durch (als Betonkanal im FFH-Biotop). Nun taucht sie schon wieder ab, irgendwer wollte halt mal den Bachlauf aus dem Stadtbild eliminieren, sie fließt daher unterirdisch durch Durlach (Karte unten) bis zur Untermühlsiedlung. Ab hier aber wird sie innerhalb der neuen "DM-Zentrale" als schönes "Biotop" wieder zum Leben erweckt. Anschließend quert der Bach emsig den Elfmorgenbruch und fließt ziemlich flott gen Hagsfeld. Nördlich von Hagsfeld kreuzt die Alte Bach den Pfinz-Entlastungskanal in einem "Düker". Im weiteren Verlauf erreicht die Alte Bach das Gebiet der Stadt Stutensee, dort ist sie mittlerweile vorbildlich renaturiert und beschildert worden, sie durchfließt Büchig und verläuft weiter am Ostrand von Blankenloch. Früher verlor sich der Bach ab Friedrichtal in unzähligen Entwässerungsgräben und erreichte zwischen Hochstetten und Liedolsheim den Altrhein. Heute unterquert die Alte Bach die Heglach (Pfinz) südöstlich von Schloss Stutensee und mündet in die Pfinz (Korrektion).

Die junge "Alte Bach" beim Batzenhof - klein aber meist fließend.

Die *Alte Bach* verlässt den Untergrund und durchfließt ein Biotop in der neuen DM-Zentrale.

Flott unterwegs hinter der Untermühl'

*Alte Bach* als Fließgraben im Elfmorgenbruch

In Blankenloch super renaturiert beim Schulzentrum.

Die *Alte Bach* mündet in die Pfinz -  nahe Schloss Stutensee

Der "Underground"-Bach.

Ess

Donnerstag, 21. März 2024

Frühling 24



Nicht zu überhören: Nachtigall und Kuckuck sind wieder da.

Aus grauer Städte Mauern
Ziehn wir durch Wald und Feld.
Wer bleibt, der mag versauern,
Wir fahren in die Welt.
Halli hallo, wir fahren,
Wir fahren in die Welt
Der Wald ist uns’re Liege,
Der Himmel unser Zelt.
Ob heiter oder trübe,
Wir fahren in die Welt.
Halli hallo, wir fahren,
Wir fahren in die Welt
Ein Heil dem deutschen Walde,
Zu dem wir uns gesellt.
Hell klingt’s durch Berg und Halde,
Wir fahren in die Welt.
Halli hallo, wir fahren,
Wir fahren in die Welt
Die Sommervögel ziehen
Wohl über Wald und Feld.
Da heißt es Abschied nehmen,
Wir fahren in die Welt.
Halli hallo, wir fahren,
Wir fahren in die Welt

Wandervogel-Pfadfinderlied: Text: Hans Riedel, 1910, 4. Strophe: Hermann Löns, 1914, Melodie: Robert Götz, 1920

Quelle: Volksliederarchiv-Mundorgel - gemeinfrei - Foto: Staffort/ 27.4.24 - Ess

Samstag, 16. März 2024

Amphibienwanderung

 Es ist wieder die Amphibienwanderung:

Foto Kleinbachstraße Durlach


Hallo Leute, wir sind wieder auf Wanderschaft und müssen unbedingt unser Zuhause aufsuchen. Bitte, bitte uffbasse! Eure Enkel werden es euch danken, wenn sie uns nicht nur im Naturkundemuseum beobachten dürfen. Ihr wollt doch alle die Natur genießen, aber hallo, wir gehören auch dazu. Wir haben auch das Recht hier zu leben. Also bitte, nehmt nur ein bisschen Rücksicht und denkt dran: Ihr braucht uns noch! Ganz bestimmt, wenn nicht alles aus den Fugen geraten soll. Wir alle müssen nämlich unsre gemeinsame Welt schützen und nur wenn wir alle zusammenhalten, dann, aber nur "dann schallt's im Walde lange noch: Salamander lebe hoch".

Euer Lurchi

von Ess

Freitag, 1. März 2024

Winters Abschied

 Wenn ich ein Vöglein wär'

Und auch zwei Flüglein hätt',
Flög' ich zu dir.
Weil es aber nicht kann sein,
Bleib' ich allhier.
Bin ich gleich weit von dir,
Bin ich doch im Schlaf bei dir,
Und red' mit dir;
Wenn ich erwachen thu',
Bin ich allein.
Es vergeht keine Stund' in der Nacht,
Da mein Herze nicht erwacht,
Und an dich gedenkt,
Dass du mir viel tausendmal,
Dein Herz geschenk
t.

 18.JHD - Dichter unbekannt - gemeinfrei - Ess

Winters Abschied

Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Aber dein Scheiden macht,
Dass jetzt mein Herze lacht.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Gerne vergess' ich dein,
Kannst immer ferne sein.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.
Gehst du nicht bald nach Haus,
Lacht dich der Kuckuck aus.
Winter, ade!
Scheiden tut weh.

August Heinrich Hoffmann v. Fallersleben - gemeinfrei - Foto: Doris - Ess

Sonntag, 14. Januar 2024

Summit

 Berg Heil - das Gipfelkreuz ist da:

Der Edelberg (322m) ist der höchste "Berg" in der Gemarkung Durlach. Der stattliche Bergrücken hat nun ein spektakuläres Gipfelkreuz erhalten. Er liegt über der Hedwigsquelle, von Grünwettersbach her gleich neben den Erhebungen "Pfeiler"(Funkturm-300m) und "Rust"(Albtal-321m). Über das Gipfelplateau hinweg suhlt das Schwarzwild und erfreut sich jetzt bestimmt an der neuen Landmarke. Tipp für Wanderer: Die Gegend bietet wirklich sonst noch was, "Kälberklamm" und "Hornklamm" beispielsweise sind steile wild-romantische Biotope und man findet noch naturbelassene Streuobstwiesen dort oben, wie ehedem. Auf dem Edelberg am Waldrand sind auch die Starts der beiden MTB-Trails: *Strommasten-Downhill* und der *From Dachs Till Dawn - Flow-Trail*. Vorbeigugge lohnt allemal.

Foto: Doris. 31.1.23/Ess

Freitag, 1. Dezember 2023

Dienstag, 14. November 2023

War da mal was vor 50 Jahren?

 Die Ernergiekrise war in Durlach (k)ein Problem.

 Die A8 am 25. November 1973

Der Meeting-Keller ist schon 2 Jahre geschlossen. Die Meetings treffen sich zu Kontaktabendenden im Waldhorn. Auch sonntägliche gemeinsame Ausflüge sind sehr angesagt - Kaltenbronn und Belchen zum Skifahren beispielsweise - oder ins Elsass zum Wandern, Touren mit dem Auto gibt's öfter mal. Fast ein jeder ist motorisiert. Plötzlich: Anfang Oktober 73 bricht der arabisch-israelische  "Jom-Kippur-Krieg" aus. Die arabischen Staaten in der OPEC versuchen Druck auf jene Industriestaaten auszuüben, die zuvor Israel unterstützten. Die 0PEC beschließt, die Erdölförderung zu drosseln. Die Preise für Rohöl steigen um 70 Prozent und werden dramatisch weitersteigen. Eine Energiekrise ist da!

Und jetzt passiert was Unvorstellbares in deutschen Landen:
"25. November 1973:  An diesem Sonntag gilt zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland ein Fahrverbot – ausgenommen davon sind: Taxis, Linienbusse, Polizeiwagen und Rettungsfahrzeuge (Medizin, Feuerwehr). Der erste verkehrsfreie Sonntag Deutschlands findet auf Anordnung der damaligen Bundesregierung statt. Sie reagiert damit auf starke Preiserhöhungen bei Treibstoff und Heizöl und ordnet im Rahmen des eilig erlassenen Energiesicherungsgesetzes Fahrverbote für vier Sonntage, eine sonst nur für den Verteidigungsfall vorgesehene Rationierung von Öl und Benzin und zeitweise Tempolimits an den anderen Tagen der Woche an: 100 Kilometer pro Stunde (km/h) auf Autobahnen und 80 km/h auf Land- und Bundesstraßen."*(*Quelle:Spiegel)

Reaktionen? Die meisten Leute, so auch im Meeting, akzeptieren die Einschränkung und verhalten sich solidarisch. Viele empfinden diese Sonntage sogar als willkommene Ruhetage. Endlich frische Luft und kein Lärm! Urig, mal mitten auf der B3 oder gar A5 zu radeln. Ein paar Motzer gibt's ja immer, aber sonst ist "alles klar auf der Andria Doria"! 

Und heute? Wäre das Szenario so schlappe 49 Jahre danach noch vorstellbar? Sicherlich würden einige "querdenkende Egotripper" wegen der Einschränkung ihrer persönlichen "Freiheit " lauthals dagegenlenken, andere sich im Verborgenen klammheimlich "kleine" Ausnahmen gönnen. Die allermeisten Leute hingegen fänden's bestimmt richtig gut und könnten damit leben: Solidarität und Rücksichtnahme sind ja noch existent, wie man's derzeit täglich demonstriert bekommt.

Und wie ging's damals weiter?
Kuweit gibt am 1. Weihnachtsfeiertag 1973 bekannt, dass wieder mehr Öl gefördert werde. Deutschland denkt zunächst noch über Fahrverbote beziehungsweise eingeschränkte Fahrverbote nach. Zum Beispiel sollten Fahrzeuge mit geraden und ungeraden Nummern auf ihrem Kennzeichen sich sonntags beim Fahren abwechseln dürfen – eine Idee, die sich nie durchsetzt. Im Gegenteil, man schafft den bundesweiten autofreien Sonntag trotz erwiesen enormer Energieeinsparung wieder ganz ab. Die Lobby sagt: Freie Fahrt für freie Bürger! 

Foto: A8 - *pinterest*/ Es

Samstag, 7. Oktober 2023

Zum Tag des "offenen" Denkmals eine Hommage an 2 alte "Durlacher Denkmale"


Karl und Karl-Wilhelm (Narr in Folio*):

 

De Karle mit de Dasch ist das echte Durlacher "Denkmal" - de Karl-Wilhelm* haut einfach ab.

Skizze und Zeichnung von Erich Trüb (1978) - *Zitat: Liselotte von der Pfalz (1720)