Mittwoch, 25. Dezember 2024
Dienstag, 24. Dezember 2024
Montag, 23. Dezember 2024
Dienstag, 17. Dezember 2024
Gedicht zum 3.Advent

Gedicht zum 3. Advent
Alles still
Alles still! Es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.
Alles still! Vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.
Alles still! Die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.
Alles still! Nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht –
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.
(Theodor Fontane)

Donnerstag, 5. Dezember 2024
Es dampft gewaltig!
Guten Morgen Durlach durchschnaufen!


Man sieht's genau, die EnBW gibt alles - voll Stoff! Also durchschnaufen!
Samstag, 23. November 2024
Fortschritt
"Manchmal ist es schon ein Fortschritt, erkannt zu haben, einen Schritt nach vorne nicht zu tun" - Leonardo da Vinci
Fortschritt
Dass der Aff vom Baume stieg
war der Menschheit erster Sieg.
Diese Spezies mit der Zeit,
machte überall sich breit.
Kein Fleck der Erde blieb verschont
und noch nicht einmal der Mond.
Gestern dort, heute hier, übermorgen überall:
Neandertaler, Homo Sapiens
Fortschritt schneller als der Schall.
Erst das Rad und dann Geräte
hin bis zur Atomrakete,
früher Sklaven für das Feld,
heut die ganze Dritte Welt,
Reichtum gibt's und Hungersnot:
Krieg um Macht und Kampf ums Brot.
Kraut und Unkraut definiert,
letzteres wird ausradiert.
Urwald weg fürs Weidevieh
unsrer Vielfraß-Industrie.
Dreck im Wasser, Gift im Wind,
toter Boden – totes Kind.
Gestern dort, heute hier
übermorgen überall,
uns nächster Fortschritt, Leute,
ist der letzte vor dem Fall.
Text: Pia 1984
Montag, 18. November 2024
Sonntagsgeschichte: "Philemon und Baucis"
Göttervater Zeus und sein Sohn Hermes wandern inkognito als Flüchtlinge nach Phrygien, ein Land, wo die reichsten und mächtigsten Könige - Midas und Krösus und Co - und sonst nur wohlhabende Menschen leben, es fehlt dort an nichts. Sie bitten um Asyl. Die Einwohner der prächtigen Hauptstadt gewähren den beiden jedoch keinen Einlass. Allein Philemon und seine Frau Baucis, ein altes Ehepaar, das in einer ärmlichen Hütte am Stadtrand lebt, üben Gastfreundschaft, nehmen die beiden auf und bewirten sie mit allem, was sie haben. Daran, dass sich der Weinkrug wundersamerweise immer wieder von allein füllt, erkennen sie ihre Gäste, denen sie gerade auch noch ihre einzige Gans opfern wollen. Das verwehren ihnen die Götter jedoch und fordern sie auf, ihnen zu folgen, um der Strafe für die ungastliche und unmenschliche Gesellschaft zu entgehen. Von der Höhe sehen Philemon und Baucis erschüttert, dass die Stadt in einem Sumpf versunken ist. Die Natur hat sich gerächt als Folge der Hybris einer egoistischen Menschheit! Nur ihr Häuschen ist geblieben. Von Zeus aufgefordert, ihre Wünsche zu nennen, bitten sie darum, zur selben Stunde zu sterben, so dass keiner von ihnen des anderen Grab schauen müsse. So geschieht es. Sie leben zufrieden im Einklang mit der Natur, bis sie eines Tages, vom Alter "gebeugt", in eine Eiche und eine Linde verwandelt werden, deren Äste und Zweige sich berühren. Diese Bäume sind unsterblich.
Aus der griechischen Mythologie: Text frei nach Ovid (33v-17n) - Bild von Peter-Paul Rubens (1622)
gemeinfrei - Ess
Montag, 28. Oktober 2024
Herbst
Jetzt kommt der Herbst:

Foto:Turmberg von der Pfinz, 7.20 Uhr/Ess
Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.
Friedrich Hebbel
Montag, 26. August 2024
Dienstag, 20. August 2024
Durlach im August
Supermond über Durlach im August 24:
Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar....

...Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder,
Und wissen gar nicht viel.
Wir spinnen Luftgespinnste
Und suchen viele Künste,
Und kommen weiter von dem Ziel...
Matthias Claudius, 1778
Foto: DB 19.8.24 - 23 Uhr- Text: "Abendlied" (gemeinfrei) - Ess
Durlach vor 100 Jahren
Durlach vor 100 Jahren!
Das "Durlacher Tag(e)blatt" erschien von 1889 - 1943 und von 1949 - 1964 - Verlag Dups - daran erinnert sich bestimmt noch wer
Donnerstag, 15. August 2024
Der Große Brand 1689

"...I seh en Haufe, en ganz große,
i glab als fascht des sin'd Franzose!
Awwer ihr derft ned schieße, wo denked ihr na,
wenn mir schieße, dann schieße die a...
...Un wo isch de Markgraf, der feige Grabb?
Abghaue ischer! Drum Leit, haut liewer selber ab!..."*
(*Rede vom Stadtverteitiger Schilling an die Durlacher)
Bild gemeinfrei - *Text: E.Trüb 1978 - Ess
Murgtal statt Malle
Murgtal statt Malle.
Waldseebad in Gaggenau:
Naturbad mit Bachwasser vom Schwarzwald, gereinigt durch verschiedene Teiche - mit sehr erfrischenden 19 Grad. Alles Bio, richtig super. Natürlich gibt's noch ein Normalschwimmbecken und diverse Massagepools, falls jemand verkrampft sein sollte, kann er sich etwas entspannen. Und noch was: "Also, Kinder plagt eure Eltern, geht mal hin, da ist echt was geboten: Sprungbecken mit Turm: 1erle -3erle und 5er, klar noch eine Spielwiese - Eis, Pommes sowieso... das versteht sich von selbst."Sonntag, 21. Juli 2024
Sommerfrische?
S
mmerwochenende im Juli - Sommerfrische?

Sommerfrische
Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.
Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser.
Weil's wohltut, weil's frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.
Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen, als ein Grashüpferhupf.
Joachim Ringelnatz 1933 - Foto: Ess
Samstag, 29. Juni 2024
Fahrradservice
Prima Idee:

Vor der Karlsburg wurde vom ADAC zusammen mit dem Stadtamt eine Rad-Service-Station errichtet. Es ist eine tolle Reparatursäule - alles Wichtige ist vorhanden. Wenn's mal kleine Probleme geben sollte, können die Radler das Gefährt hochbocken und in bequemer Haltung wieder fit machen. Es gibt mittlerweile landesweit viele solcher Stationen, sie werden von einer sozialen Einrichtung hergestellt. Eine zweite Durlacher Reparatursäule steht oben auf dem Turmberg beim "Turmbergomat"- extra für die "Berg(Rad)sportler", falls mal wer zu heftig in Pedale steigt und dabei den Rahmen verbiegt, mehr dazu: HIER.
Donnerstag, 27. Juni 2024
Stau in Durlach: Lauter SUVs und Tesla Limousinen
7.45 Uhr: Stau

Marstallstraße Richtung B3 zwischen "Traube Biergarten" und Eingang "Scheck-In-Center " ca 300m zähflüssig, teilweise Stillstand. Vorsicht schwere Limousinen üben auf dem ganzen Abschnitt unvermittelt den Spurwechsel und das Einparken mittels Vollbremsung. Davor, dazwischen und dahinter wuseln massig Kinder im Slalom über die Straße - Verzögerung bis zu 10 Minuten nicht ausgeschlossen. Rettungsgasse fehlt.
Es ist keine Satire - Ess
Mittwoch, 26. Juni 2024
Badische Revolution
175 Jahre her: "Gefecht" bei der Obermühle:

"Schlacht" bei Durlach - 1849

Badisches Wiegenlied
Schlaf', mein Kind, schlaf leis',
Dort draußen geht der Preuß',
Dein' Vater hat er umgebracht,
Dein' Mutter hat er arm gemacht,
Und wer nicht schläft in guter Ruh',
Dem drückt der Preuß' die Augen zu.
Der Preuß' hat eine blut'ge Hand,
Die streckt er übers badische Land,
Wir alle müssen stille sein
Als wie dein Vater unterm Stein.
Zu Rastatt auf der Schanz',
Da spielt er auf zum Tanz,
Da spielt er auf mit Pulver und Blei,
So macht er keine Badener frei.
Gott aber weiß, wie lang er geht,
Bis dass die Freiheit aufersteht,
Und wo dein Vater liegt, mein Schatz,
Da hat noch mancher Preuße Platz.
Schrei, mein Kindlein, schrei's:
Dort draußen liegt der Preuß!
Quelle: "Kleines dickes Liederbuch" (Badische Revolution 1848-49"), gemeinfrei, Bild: Stadtarchiv - Fotos: Ess
Freitag, 21. Juni 2024
Samstag, 8. Juni 2024
Naturschauspiel

Vor der Berghütte beim Bachquell' mit tiefblauer Schwarzwaldkulisse flattert lustig der bunte "Admiral" über die Wiesen - grad wie bestellt. Welch' eine romantische Szenerie. Da stürzt sich doch urplötzlich wie aus dem Nichts eine gnadenlose Jägerin auf das ahnungslose Opfer. Der "Kampf ums Überleben"* zerstört die trügerische Idylle. Wie aus dem richtigen Leben gegriffen könnte man da fast schon sagen.
Naturerlebnis 6.9. vor der Kreuzlehütte-Foto Ess -*Ch. D









